Pressemitteilung
des
Deutschen Diabetiker Bundes e. V.
Kassel, den 27. April 2011
DDB fordert demokratische Patientenbeteiligung im G-BA
Die
Verfahren und Entscheidungswege des Gemeinsamen Bundesaus-schusses (G-BA) sollen
transparenter und die Beteiligungsrechte überprüft werden. Das sieht das
Eckpunktepapier für das neue Versorgungsgesetz vor. Der Deutsche Diabetiker Bund
(DDB), Deutschlands größte Selbsthilfe-organisation für Menschen mit Diabetes,
begrüßt diese Pläne ausdrücklich. Bei den laufenden Beratungen zum Gesetz dürfe
man aber nicht automatisch von einem Konsens aller Patientenvertreter im G-BA
ausgehen, warnt der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler.
Eines der Kernprobleme sei die bisherige Organisation der Patientenvertretung,
kritisiert er. Während die ständigen Patientenvertreter im G-BA ihr
Hauptaugenmerk auf die Arzneimittelsicherheit legen, geht es den themenbezogenen
Patienten-vertretern wie Dieter Möhler – er vertritt den DDB im Bundesausschuss
– um die Lebensqualität und die Teilhabe von Menschen mit Diabetes an der
Gesellschaft. Bei anstehenden Entscheidungen von einem Konsens aller
Patientenvertreter auszugehen, würde eine „Gleichschaltung“ bedeuten und die
Möglichkeit, Anträge zu stellen unterbinden, kritisiert Möhler. „Das ist
rechtswidrig. Das Antragsrecht des Einzelnen muss beachtet werden.“